Eine Rückblende meines bisherigen Lebens

Meine Geburt

Am 18.05.1979 wurde ich in Schrobenhausen zur Welt gebracht. Meine Geburt war alles andere als unspektakulär. Denn so wie es aussieht hat hier schon jemand was dagegen gehabt das ich auf diese Welt komme. Als ich die Reise aus dem Mutterleib antrat gab es Komplikationen, die Nabelschnur hatte sich mir um den Hals gewickelt und schnürte mir die Luft ab. Dadurch war ein weiterkommen für mich aus eigener Kraft nicht mehr möglich. Doch der dienst habende Frauenarzt Dr. Köhler besaß den nötigen Sachverstand und erkannte die Lage. Mithilfe einer Saugglocke ebnete er mir somit den Weg in diese Welt. Leider blieb ich von dieser Kraftanstrengung nicht ganz unberührt und so kam ich blau angelaufen meinen Eltern entgegen. Doch Gott hat es nicht zugelassen dass ich irgendwelche schwerwiegenden Folgeschäden davon trug. Seine Engel wachten über dieser Geburtsstätte und somit so wuchs ich als ganz normales Baby bei meinen Eltern auf.

 

Weshalb ich den Namen Samuel erhielt

Für meine Eltern war die Heirat eine schwere Entscheidung, da deren Eltern damit nicht einverstanden waren. Doch sie taten es mit dem Segen Gottes. Meine Mutter bat von Gott zur Bestätigung dieser Ehe um ein Kind. Doch Gott antwortete nicht gleich und so folgte eine Zeit des intensiven Betens und Flehens meiner Eltern zu Gott, dem Herrn. Bis eines Tages Gott zu meiner Mutter sprach und ihr mitteilte das er ihr Gebet erhört hatte und sie einen Jungen bekommen würde, den sie Samuel nennen sollte. Samuel weil die Bedeutung dieses jüdischen Namens lautet: Gott hat erhört. So bin ich also die Antwort Gottes auf das Gebet meiner Mutter, wie der Samuel der Bibel die Antwort und Bestätigung Gottes für Hanna war.

 

Meine Geschwister

Walkertshofen

Innerhalb der nächsten vier Jahre folgten meine Geschwister. Da wäre als nächste meine jüngere Schwester Miriam die es kaum erwarten konnte in diese Welt zu kommen. Sie hatte es wohl so eilig das sie sich die Beine ein wenig verdrehte und so musste sie sich eine Zeitlang mit Gipsbeinen abfinden. Sie war ein sehr aufgeweckt und lebenslustiges Persönchen, die alle gleich ins Herz schlossen. Bald darauf folgte mein jüngerer Bruder Johannes, dessen Namen ebenfalls meine Mutter von Gott bekam. Als letztes Kind reihte sich mein jüngster Bruder Matthias ein, dessen Geburt laut meiner Mutter die unkomplizierteste von uns allen war, in die Familie ein. Auch so war er ein sehr unkompliziertes Kind, das selten ärger machte.

Jetzt waren wir eine nette und ganz normale sechsköpfige Familie geworden. Meine Eltern zogen ein paar Mal um, bis wir zuerst ein paar Jahre in Augsburg verweilten und dann weiter auf das Land nach Walkertshofen zogen. Hier hatte mein Vater ein Haus gebaut indem wir nun wohnten. Dort verbrachten wir unsere gesamte Kinder- und Jugendzeit. Für uns als Kinder war es eine sehr schöne Gegend, da wir viele Felder und Wälder um uns herum zum Spielen hatten. Auch fanden wir dort sehr gute Freunde und Spielkameraden. So wuchs ich hier zu einem jungen Mann heran.

 

Meine Schulzeit

Über meine Schulzeit denke ich eigentlich nicht so gerne nach. Sie ist mir etwas negativ im Gedächtnis hängen geblieben. Doch glücklicherweise habe ich das inzwischen mit Gottes Hilfe überwunden und aufgearbeitet. Das erste Schuljahr von mir fand in Augsburg statt. Ich habe mich furchtbar gelangweilt, da ich die Schule und das Lernen relativ uninteressant fand. Für mich war es viel aufregender draußen in der freien Natur herumzutoben und neue Sachen zu entdecken. Mit meinen Mitschülern dort wurde ich auch nicht wirklich warm, schon nach recht kurzer Zeit hatten sie in mir einen neuen Spielkameraden gefunden den man ohne Probleme herumschupsen und verspotten konnte. So war es nicht verwunderlich, dass die Schule auf mich nie eine große Anziehung ausübte. Glücklicherweise zogen wir im darauffolgenden Jahr um, und so hoffte ich auf einen Neuanfang.

Leider wiederholte sich dieses für mich sehr merkwürdige Spiel meiner Mitschüler auch in dieser neuen Schule. Auch meine Lehrerin war nicht sehr zufrieden mit meinen bisherigen schulischen Leistungen. So musste ich anfangen daheim den Schulstoff der ersten Klasse nachzulernen, was mir ganz und gar nicht passte. Zu meiner großen Freude lernte ich doch ein paar neue Freunde kennen mit denen ich viel Spaß hatte. Mit meinem Lehrer in der dritten und vierten Klasse hatte ich große Schwierigkeiten. Er war einer von der sog. „alten Schule“ und bedauerte es sehr, dass man die „Tatzen“ und den „Rohrstock“ abgeschafft hatte. Da ich immer noch sehr verspielt war und lieber herumalberte als dem Unterricht zu folgen war es nur eine Frage der Zeit bis mein neuer Lehrer mich auf der Abschussliste hatte. Inzwischen mochte ich die Schule überhaupt nicht mehr, mit einigen meiner Mitschüler kam ich überhaupt nicht aus und wurde regelmäßig verprügelt, mein Lehrer konnte mich auch nicht so recht leiden und so hatte ich niemanden den ich um Hilfe bitte konnte. Also quälte ich mich durch diese zwei Jahre Schule und hoffte auf den Schulwechsel.

Was mich durch diese Zeit trug war meine Freundschaft mit einem Jungen aus dem Dorf und natürlich Gott, was ich in dieser Zeit allerdings nicht so war nahm. Mit diesem und meinen Geschwistern hatte ich unheimlich viel Spaß. Wir tollten viel in den Wäldern und Wiesen herum. Bauten uns kleine Lager und Aussichtsplätze auf den Bäumen und bekriegten uns mit unseren Geschwistern. Oft blieben wir so lange draußen bis es stockdunkel wurde und unsere Eltern uns schimpften, dass wir so lange weggeblieben waren.
Doch jetzt brach eine neue und noch schwerere Zeit für mich an. Nach der vierten Klasse musste mein Freund aufs Internat und ich auf die Hauptschule im Nachbardorf. Da ich nie viel für die Schule übrig hatte tat ich auch nur das Nötigste um das Klassenziel zu erreichen. In diese Schule war wieder einmal alles neu für mich, ich vermisste das Herumtoben in den Wäldern und meine Klassenkameraden waren auch nicht gerade mein Fall. Einige schikanierten und demütigten mich regelmäßig. Dazu kam das ich auch kein sportliches Ass gewesen bin und mir auch in diesem Bereich viel Spott zuzog. Meine Verspieltheit und Träumereien waren zum Bestehen des Lernstoffs auch nicht gerade hilfreich. So sah ich Woche für Woche nur noch auf das erlösende Wochenende. Wir alle wuchsen heran und wurden mehr oder weniger gebildeter. Als es in die letzte Runde meiner schulischen Laufbahn ging hatte ich mich von allem sehr zurückgezogen. Ich hatte für mich die Welt des Computers entdeckt. In dieser konnte ich meiner Phantasie und meinem Spieltrieb freien Lauf lassen, ohne das mich irgendjemand behindert oder schikaniert hätte.

Meine freie Zeit verbrachte ich hauptsächlich am Computer und spielte mit großer Vorliebe Phantasie-Rollenspiele die restliche Zeit sah ich entweder Fern oder verbrachte sie damit irgendwelche Phantasie-Romane zu lesen. Ich zog mich immer mehr aus der realen Welt zurück. Meine Mitschüler fingen an das andere Geschlecht und den Alkohol zu entdecken. Da mir dies von meiner Erziehung her absolut verboten war, gingen die Interessen meiner Schulkameraden und mir immer weiter auseinander. Mit ein paar Freunden die meine Vorliebe für den Computer teilten hatte ich einen ganz guten Kontakt. Auch will ich an der Stelle nicht verschweigen, dass ich in den letzten drei Schuljahren einen hervorragenden Klassenlehrer hatte, Hr. Schmied. Dieser verstand es uns gute und nützliche Werte für unser zukünftiges Leben zu vermitteln. Doch nichts desto trotz waren Schläge von meinen Mitschülern an der Tagesordnung. Durch meinen Klassenlehrer motiviert wurde der Lernstoff in der Schule für mich interessanter und so verbesserten sich meine Schulischen Leistungen. Mit diesem Hintergrund ging ich auf einen neuen Lebensabschnitt zu, das Arbeitsleben.

 

Mein Privatleben während der Schulzeit

Mein Vater stammte aus einem christlichen Elternhaus und meine Mutter lernte Jesus in ihrer Jugend kennen. Sie ging sogar für ein Jahr als Missionarin noch Indonesien. Als sie wieder zurückkam lernte sie meinen Vater in einer Gemeinde kennen. Somit war unsere Familie christliche Geprägt. Wir gingen in eine christliche Pfingstgemeinde, die zum damaligen Zeitpunkt sehr viel Wert auf Heiligung legte. Während meiner Kindheit in Augsburg empfand ich eigentlich keine Spannungen in der Familie und fühlte mich sehr glücklich und geborgen.
Als ich so ende sechs Jahre alt war fing mein Vater an, ein Haus auf dem Land zu Bauen. Diese Zeit war nicht sehr leicht. Mein Vater verbrachte seine ganze Freizeit auf dem Bau. An den Wochenenden ging auch ich oft mit und half ihm dabei das Haus mit aufzubauen. Für mich war es sehr anstrengend, da ich mit sechs Jahren ja noch nicht die eigentlich erforderlichen Kräfte besaß und so überforderte mich dieser Bau des Öfteren. Im Großen und Ganzen schafften wir den Umzug recht gut. Mein Vater blieb mir damals als ein etwas strenger Mann im Gedächtnis, der keinen Widerspruch duldete. Auch war es ihm sehr wichtig, dass wir die Wahrheit sagten und nicht lügen.

Durch den Bau des Hauses geriet unsere Familie unter eine enorme finanzielle Belastung. Dieser Druck wurde nun auch in der Beziehung zwischen meinen Eltern und uns Kindern spürbar. Mein Vater fing an viel zu arbeiten und langsam die Karriereleiter höher zu gehen, damit er uns finanziell weiter versorgen konnte. Dabei übertrug er mir die Verantwortung für alle Vögel. Meine Aufgabe war es, ihnen Wasser zu geben, sie zu füttern und am Wochenende die Käfige zu reinigen. Da ich ja immer schon sehr verspielt war und viel im Wald unterwegs war, vergaß ich oft meine Pflicht. Dies hatte zu Folge, dass ich oft ziemlich stark auf meine Pflichten hingewiesen wurde. Leider verbesserte sich dieser Zustand nicht sonderlich und so lagen eines Tages ein paar von meinen Schützlingen Tod auf dem Boden. Als mein Vater das mitbekam war er sehr sauer auf mich. Doch ich wollte damals ja wirklich für ihn die Vögel pflegen. Leider war ich einfach ein zu großer Träumer als dass ich die Ernsthaftigkeit erkannte. Eines Tages entschloss mein Vater die Tiere zu verkaufen, da er einsah, dass es keinen Wert mehr hatte. Dadurch war mein Verhältnis zu meinem Vater, da ich ihn ja enttäuscht hatte etwas angespannt. Durch meine Mithilfe im Haus konnte ich es schaffen meinen Eltern zu gefallen. Also übernahm ich es jeden Tag in der Früh mit dem Hund spazieren zu gehen, ging in der Früh zum Becker und räumte den Schnee. Im Sommer mähte ich den Rasen und im Haus staubte ich immer wieder den Wohnzimmerschrank ab. Daneben half ich meinem Vater im Garten beim Unkraut jäten. Doch irgendwie hatte ich immer ein schlechtes Gewissen und traute mich deshalb auch nie über meinen Inneren Zustand und meine schulischen Probleme zu reden. Zu meiner Mutter hatte ich auch nie wirklich einen Zugang im Gespräch, damit war auch diese Möglichkeit über meine Probleme zu sprechen verbaut.

Auch fing ich an mich für alle Probleme verantwortlich zu fühlen. Es war egal ob meine Eltern Probleme hatten oder meine Geschwister was angestellt hatten, immer fühlte ich mich schuldig und verantwortlich für das Unglück. Oft nahm ich die Schuld meiner Geschwister auf mich und sagte meinen Eltern, dass ich Dieses oder Jenes kaputt gemacht hätte, obwohl ich es nicht war. Somit wurde ich dafür bestraft. Auch prägte sich bei meinen Eltern immer mehr ein, dass ich der Schuldige in allen Dingen bin und sie gingen immer zuerst zu mir wenn etwas kaputt war. Ich wollte meine Geschwister beschützen und ihnen die Strafe ersparen. Doch nahm ich die Schuld nicht aus Edelmut auf mich, sondern aus einer verkehrten Haltung, einem falschen Verantwortungsbewusstsein. Bei den Erwachsenen in meiner Umgebung galt ich als der Muster Sohn, der seinen Eltern immer gehorcht und so viel daheim mithalf. Oft bekam ich zu hören was für ein gut erzogener Junge ich doch sei und wie gut meine Eltern doch sein müssen. So zog ich mich nicht nur in der Schule von allem zurück, sondern auch daheim im privaten Bereich. Ich redete mit niemand über meine wahren Probleme und fing an meine Gefühle zu ignorieren und abzutöten, da immer wenn ich sie vernahm ich nur einen großen Schmerz verspürte. Also baute ich nach außen hin Masken, so dass niemand meine Gefühle erkennen konnte. Darin wurde ich zu einem wahren Meister. Keiner konnte meine wahren Gefühle mehr wahrnehmen, ich hatte es gelernt mich voll zu kontrollieren und nichts aus mir heraus zu lassen.

Natürlich war auch ich nicht immer der brave Junge. Wenn der Druck einfach zu groß wurde, dann konnte ich meine Wut, mein Zorn und meinen Schmerz einfach nicht mehr zurückhalten. Oft ließ ich meinen Frust an meinen Geschwistern aus, die überhaupt nichts dafürkonnten. Da ich der Älteste und Größte von uns war konnten sie auch nicht allzu viel gegen mich ausrichten.

 

Zwischenstopp

An dieser Stelle möchte ich einfügen, dass meine Eltern gute Eltern waren. Sie habe uns immer versucht das Beste zu geben was sie hatten, auch sorgten sie sich sehr um uns. Unter diesen recht starken Druck der auf ihnen lastete haben sie uns immer wieder ihre Liebe spüren lassen und uns Annahme vermittelt. Auch haben sie uns die christlichen Werte vermittelt die ich in meinem jetzigen Leben als Fundamente empfinde, die damals gelegt wurden.

Gleichfalls erfuhren wir immer Halt in unserer Gemeinde. Mir sind vor allem die Kinder und Familienfreizeiten der Gemeinde im Gedächtnis hängen geblieben. Diese waren echte Quellen der Erfrischung und ein Ort des Friedens für mich. Auch wurden hier Fundamente für mein weiteres Leben gelegt. Ohne diese Vorbereitung die Gott hier in mir traf weiß ich nicht wo ich heute wäre. Gott hat schon immer seine Hand über mein Leben gehalten, auch wenn mir dies so gut wie nie bewusst war. In diesen Freizeiten beschäftigten wir uns mit dem Wort Gottes, bastelten und malten viel zu den Themen der Bibel, auch sangen wir viel gemeinsam. Die Geschichten die uns vorgelesen wurden waren immer sehr spannend, wie zum Beispiel John Bunjans „Die Pilgerreise“. In diesen Zeiten konnte ich immer wieder neue Kraft schöpfen. Ich danke Gott dafür.

 

Meine Lehrzeit

Von nun an begann das so genannte wirkliche Leben, das Arbeitsleben. Nach einigen hin und her entschied ich mich mit meinen „reifen“ fünfzehn Jahren für eine Ausbildung als Metall- und Kunststoffschlosser mit der Fachrichtung Kautschuk- und Kunststofftechnik. Das Arbeitsleben machte mir auf jeden Fall wesentlich mehr Spaß als die Schule, vor allem da man ja auch dafür bezahlt wurde. Am Ende von einem Monat wusste man wenigstens für was man gearbeitet hatte. Doch in den folgenden drei Jahren sollte sich in meinem Leben weit mehr ändern als nur der Wechsel aus der Schule in die Arbeitswelt.

Die erste Änderung war in der Gemeinde, da ich nun schon fünfzehn war durfte ich sonntags nicht mehr in den Kindergottesdienst und musste bei den anderen Erwachsenen bleiben. Für mich war dies stink langweilig und so saß ich meine Zeit halt in im Gottesdienst ab. Auch wurde für mich die ewige Geheimnistuerei immer unerträglicher. Wir durften in der Gemeinde ja nicht sagen, dass wir daheim einen Fernseher besaßen und auch Computer spielten, denn dies war ja ausgemachte Sünde und alles vom Teufel. Natürlich war der Einfluss dieser Geräte nicht gerade positiv auf mein geistliches Leben. Als ich mich damals mit zwölf Jahren taufen ließ kann ich mich noch sehr genau daran erinnern, was einer meiner Brüder kurz danach zu mir sagte. Er reizte mich zuerst mal wieder und sagte dann: „Jetzt bist du ja getauft, jetzt darfst du mich nicht mehr hauen.“ So empfand ich inzwischen auch das ganze Christenleben, du darfst nicht, das ist auch verboten und so weiter. So ähnlich erging es unserer ganzen Familie. Wir zogen uns immer mehr vom Gemeindeleben zurück.

Meine Leistungen in der Arbeit wurden inzwischen immer besser. Meine Vorgesetzten schickten mich inzwischen auch schon auf Maschinensonderkurse, da ich so gute Leistungen erbrachte. Dies gab mir einen Aufschwung. Auch hatte ich angefangen in einem Tischtennisverein mit meinem Bruder zusammen Tischtennis zu spielen. Auch da waren wir sehr gut, und stiegen mit unserer Mannschaft sogar auf. So nahmen die geistlichen Aktivitäten immer mehr ab und die weltlichen immer mehr zu in meinem Leben. Auch genoss ich es sehr endlich Geld zu verdienen.

Als ich eines Tages von meinem Tischtennistraining heimkam, fand ich meinen Vater mit einem meiner Freunde zusammen auf der Terrasse sitzen und sich köstlich amüsieren. Was ich nicht wusste war, dass sie zusammen einen Joint geraucht hatten, als ich mich zu ihnen setzte gestanden sie mir dies und fragten ob ich nicht auch Lust hätte mit ihnen zusammen einen zu rauchen. Ich bestätigte und so geschah es das ich mit Marihuana in Kontakt kam. Das erste Mal war es für mich nicht sonderlich aufregend, doch hartnäckig wie ich bin blieb ich dran und fand immer mehr Geschmack daran. Dies wurde für uns alle immer mehr zur Gewohnheit, wir rauchten fast jeden Abend zusammen. Später entdeckten mein Freund und ich die Wasserpfeife die den Kick noch erhöhte und so fing ich an Täglich Marihuana zu rauchen. Die gute Seite daran war dass ich meinen Vater immer besser kennen lernte. Doch die schlechte Seite war, das ich anfing ihn immer weniger als Autoritätsperson zu sehen und ich so meinen Respekt vor ihm verlor. Auch kam ich mit anderen Freunden zusammen mit denen ich anfing immer mehr zu Kiffen.

In der Lehre allerdings brachte ich immer die geforderten Leistungen und meist sogar noch etwas mehr. Dies verschaffte mir immer mehr Anerkennung in der Firma. Die Lehre schloss ich schlussendlich mit einem sehr guten Zeugnis ab durch das ich sogar den Realschulabschluss mit dazu bekam. In der Blockschule selber jedoch war es das gleiche wie immer, meine Mitschüler schikanierten und schlugen mich. Da die Schulzeit aber nur noch ein Minimum der gesamten Lehrzeit betrug war es für mich gerade noch ertragbar.
Das Gemeindeleben und Jesus spielten für mich inzwischen keine Rolle mehr, ich war einer von denen die nach einem ganz klassischen Prinzip auf die sog. „Schiefe Bahn“ rutschten. An Gott glaubte ich zwar noch doch er spielte für mich keine Rolle mehr im Alltagsleben. Auch ging ein erheblicher Teil meines Geldes für den Haschischkonsum im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch auf.

Für mich jedoch war die Lehrzeit im Großen und Ganzen eine sehr angenehme Zeit. Ich wurde immer selbständiger und unabhängiger. Ich hatte Geld ein paar Freunde und meine Computerspiele. Viel mehr dachte ich, könne ich vom Leben nicht erwarten.

 

Anmerkung

Hier möchte ich anbringen, dass mein Vater nicht daran Schuld war das ich das Kiffen anfing. Ich bin schon vorher damit in Berührung gekommen, hatte es halt noch nicht probiert. Da meine Freunde sowieso anfingen Joints zu rauchen, war es nur noch eine Frage der Zeit bis auch ich dies für mich entdeckte. Im Gegensatz zu der inzwischen allgemein angenommenen These, dass der Mensch nur von seinen Umständen abhängig ist, bin ich der Meinung, dass wir alle für unsere Handlungen verantwortlich sind. Jeder hat die Möglichkeit sich zu entscheiden, wie er auf die Umstände reagieren möchte. Wenn mich jemand schlägt, habe ich die Wahl, ob ich ihm Gleiches mit Gleichen vergelten will, oder ob ich ihm die andere Backe auch noch hinhalte. Es liegt in meiner Hand und nicht in der Hand meiner Umstände. Das ganze Leben besteht aus solchen Entscheidungen, die wir alle treffen müssen. Für diese Entscheidungen sind wir allein verantwortlich. Eines Tages werden wir alle vor Gott stehen und ihm für unser Handeln Rechenschaft ablegen müssen. Es wird bestimmt nicht dein Vater für deine Handlungen Rechenschaft geben müssen.

 

Mein Partyleben

Inzwischen fingen wir an immer mehr Marihuana zu konsumieren. Auch traf ich mich fast täglich mit meinen Freunden, wir tranken auch eine nicht unerhebliche Menge Alkohol, wenn wir beisammen waren. Im Jahre 1997 wurden wir gefragt ob wir nicht Lust hätten mit auf die Loveparade nach Berlin zu fahren. Natürlich willigten wir ein um zu diesem riesigen Event zu fahren. Hier kam ich zum ersten Mal mit der Droge Extasy in Berührung. Für mich war es der absolute Hammer, die Droge in Verbindung mit der Musik und meinen Freunden schlug dermaßen in meine Gefühlswelt ein, dass es für mich unvergesslich blieb. Noch nie hatte ich ein solches Hochgefühl erlebt und dazu konnte ich auch noch endlich aus mir selbst herausgehen. Wir fingen an immer öfter auf solche Techno-Events zu gehen. Mit der Zeit lernten wir auch neue Leute kennen, mit denen wir auf die Partys gingen. So war ich fast jedes Wochenende in irgendwelchen Clubs unterwegs. Wenn es Drogen gab nahm ich welche. Wir hatten viel Spaß beim Tanzen und mit den Menschen, natürlich war es immer wieder ein Hochgefühl, wenn wir Drogen dabei nahmen. Durch den Rhythmus, das Tanzen, den Alkohol und die Drogen geriet ich oft in einer Trance ähnlichem Zustand, was mir sehr gefiel. Oft Tanzte ich die ganze Nacht durch und kam total verschwitzt aus den Clubs raus. Nach den Partys rauchten wir meist Marihuana um wieder runter zu kommen, das bedeutet wieder ruhig zu werden. Dies wurde zu meiner neuen zweiten Welt. Unter Tags und unter der Woche ging ich brav arbeiten und am Wochenende ließ ich es krachen. Oft brauchten wir zwei bis drei Tage um wieder ganz auf den normalen Level runter zu kommen. Das Ganze zehrte natürlich an meinen Kräften, aber egal, es machte Spaß!

Nebenbei entdeckte ich auch die halluzinogenen Drogen. Das wahren LSD und auch halluzinogene Pilze. Diese übten einen ganz besonderen Reiz auf mich aus. Da diese laut Erfahrungsberichte die Tür zu einer ganz anderen Welt öffneten. So fing ich an mich erst einmal genau über diese Drogen zu informieren und las einschlägige Literatur dazu. Schließlich war damit ja nicht zu spaßen, immer wieder hörte man das dieser oder jener auf einer dieser Drogen hängen geblieben war. Das bedeutet er hatte sich einen psychischen Schaden eingefangen und das sollte mir ja nicht passieren. Auch nahm ich meine ersten halluzinogenen Drogen mit Leuten ein, die schon gewisse Erfahrungen in diesem Bereich hatten, somit war ich meines Erachtens ja abgesichert. Wie leicht man sich doch täuschen lassen kann! Über die Erfahrungen möchte ich hier nicht allzu viel schreiben, nur so viel, für mich eröffnete sich wirklich eine neue Welt mit ganz neuen Möglichkeiten.

So vergingen einige Jahre, bis mir schließlich doch die Rechnung von diesem Leben präsentiert wurde. Wenn wir meinen, wir könnten das ganze oberflächliche Vergnügen in dieser Welt genießen, ohne dafür bezahlen zu müssen, so haben wir uns aber ganz gewiss kräftig getäuscht bzw. uns täuschen lassen. Der Feind weiß sehr genau, wie er uns einfangen kann. Sein Ziel ist es nicht uns Freude und Vergnügen zu bereiten, sondern er schaut sehr genau wie er uns am besten quälen und geistig töten kann. Seine Strategie ist bei jedem Menschen anders, doch wenn wir nicht aufpassen und unter Gottes Schutz stehen wird er uns früher oder später am Wickel haben.

 

Der Abstieg

Der Beginn des Fallens fing nicht bei mir, sondern bei meiner Schwester an. Sie bekam eine Psychose und konnte deshalb keine Drogen mehr nehmen. Man musste sie sogar in eine Klinik zur Behandlung bringen. Daraufhin bekam auch mein Vater einen großen Respekt vor den Drogen und hörte auf weiterhin mit uns zu kiffen. Doch irgendwie berührte es mich nicht allzu viel. Ich war der Meinung, dass meine Schwester ja schon immer etwas labil war und die Drogen dies halt zum Vorschein gebracht hatten. Selbst meinen Vater schätzte ich durch die Drogenzeit als nicht so standhaft ein und zog mich so etwas mehr von meiner Familie zurück. Es folgte eine Zeit, in der ich wesentlich mehr auf Partys ging und mein Drogenkonsum begann ebenfalls zuzunehmen. Ich war außerdem zu der Meinung gekommen das ich psychisch absolut stabil und fest bin, und mir so eigentlich nicht viel passieren könnte. Außerdem passte ich ja auch immer auf, dass ich es nicht zu sehr übertrieb. Schließlich hängt doch alles von dem richtigen Maß des Konsums ab, dachte ich. So ging das immer weiter, in der Arbeit lief alles recht gut, meinen Zivildienst leistete ich auch ab.

In dieser Zeit fing ich an Bücher über östliche Religionen zu lesen und kam immer mehr in die New Age Bewegung hinein. So las ich Bücher über den Buddhismus, Hinduismus, Taoismus, die jüdische Kabbala und über die Freimaurerei. Dies veränderte, ohne dass ich es wirklich bemerkte mein ganzes Weltbild. Ich fing an ein paar Sachen anzuwenden. Mein ganzes Weltbild wandelte sich von einem Gott der als Gegenüber existierte zu einem Gott der in allem ist. Von einem persönlichen Gott in einem unpersönlichen. Für mich war Gott nur noch eine Form von Energie die überall existierte. Diesen Gedanken fand ich total logisch, da ich ihn auch noch in das wissenschaftliche Bild einfügen konnte. Da ja alles aus Atomen und diese wiederum aus Energie bestanden war es für mich nur logisch das diese Energie ja Gott sein müsse. Außerdem ist sogar das Licht eine Form von Energie und so ging ich auch dazu über die Sichtbare Welt nicht mehr ganz so ernst zu nehmen, da die Materie für mich in der Form nicht mehr existierte. So veränderte der Feind meine gesamte Gedankenstruktur, ohne dass ich wirklich mitbekam was wirklich passierte. Er trennte mich von Gott und ich dachte immer mehr, dass ich langsam wirklich anfangen würde zur echten Erkenntnis zu kommen. Ich wurde Stolz und überheblich ohne dass ich dies wirklich wahrnahm. Ich sah aus einer erhobenen Position auf die anderen herab und dachte, dass ich ein weit höheres Niveau wie sie hätte.

Meine Schwester fand in dieser Zeit wieder zurück zu Jesus, auch mein jüngster Bruder bekehrte sich mit ihr. Als meine Geschwister meinen Eltern erzählten, dass sie wieder in die Gemeinde gehen wollten, sagte meine Mutter auch gleich zu mitzukommen. Mein Vater war noch etwas skeptisch. Aber er befürwortete den Schritt meiner Geschwister. Bei Gott fand meine Schwester neuen Trost und kam auch vollständig geheilt aus der Psychose heraus. Meine Einstellung zur Gemeinde blieb weiterhin sehr negativ.

Auch sonst ging es mir nicht so gut. Als ich eines Tages wieder von einer Party heimfahren wollte fuhr ich in eine Drogenkontrolle. Man stellte fest, dass ich Drogen konsumiert hatte. Daraufhin wurde mir ein Verfahren angehängt, und ich musste ein Jahr Drogenfreiheit nachweisen. Da ich ja nun keine Drogen mehr nehmen durfte, fing ich an umso mehr zu trinken. Der große Vorteil allerdings von dieser unangenehmen Situation war, dass wir fast alle aufhörten Drogen zu nehmen. Doch bei mir kam es inzwischen immer häufiger vor das ich totale Aussetzer hatte und oft nicht mehr wusste wie ich nach der Party nachhause gekommen bin. Immer wieder bekam ich Rückschläge, zuerst dass mit der Drogenkontrolle, dann hatte ich zum Beispiel einen Autounfall nach den anderen, dann Platzte das Aquarium in meinem Zimmer und alles stand unter Wasser, kaum hatte ich mich von einem Schlag erholt und wieder aufgerafft als schon der nächste folgte. So verlor ich dann meinen Geldbeutel mit allem Inhalt usw. Doch ich war wie ein Stehaufmännchen, die anderen Menschen um mich herum staunten nur immer wieder wie ich bei all dem doch relativ gelassen sein konnte. Meine Einstellung zum Leben war immer den schwersten Weg zu wählen, um daraus gestärkt hervor zu kommen. Dann kam auch noch dazu das ich was von einer Frau wollte aber sie nicht von mir. Dies ging eine ziemlich lange Zeit und zehrte sehr an meinen Kräften, da wir alles immer auf platonischer Ebene hielten. So schwanden langsam aber sicher meine Kräfte immer weiter. Auch hatte ich es noch immer nicht gelernt irgendjemanden von meinem wirklichen inneren Zustand zu erzählen. So gut wie niemand wusste was mich wirklich alles beschäftigte. Langsam konnte ich die aufgebauten Masken und Strukturen nicht mehr aufrechterhalten. Immer wieder kam es vor das meine Gefühle mit mir durchgingen. Ich lebte inzwischen in einem reinen Gefühlschaos, ständig wurde ich hin und her gerissen.

 

Die Wende

Passfoto_02 Irgendwann entschloss ich mich dazu, dass es nun Zeit wäre mich weiterzubilden. Denn ich hatte nicht vor auf dieser Gehaltsstufe zu bleiben. Ich wollte später einmal fähig sein eine Familie zu ernähren und nicht so wie meine Eltern auf jeden Cent achten zu müssen. Dazu gab es nur einen Weg, mich weiterzubilden. So entschloss ich mich auf eine Techniker Schule zu gehen. Diese sollte zwei Jahre dauern. Doch wenn ich bei meinen Eltern wohnte und Bafög (Bafög ist eine Staatliche Hilfe zur Finanzierung des Studiums) beantragte, so müsste das Geld mir zum Leben gut reichen. Demzufolge hatte ich mir alles gut ausgedacht und mir einen Plan zurechtgelegt. Also meldete ich mich bei dieser Schule an und kündigte meine Arbeitsstelle.

Doch schon sollte der nächste Hammer folgen. Meine Eltern hatten eine schöne Eigentumswohnung in Augsburg gefunden die sie sich kaufen wollten. Da mein Vater in München zur Arbeit ging wäre es für ihn ein großer Vorteil. Auch für meine Mutter sollte dies eine Erleichterung sein, da sie einen Hüftschaden hatte und damit nicht so gut putzen konnte, denn eine Wohnung ist leichter sauber zu halten als ein ganzes Haus. Der Hacken bei dieser Sache war, dass es nur eine fünf Zimmer Wohnung sein sollte und wir nur noch Platz für zwei Kinder hatten. Meine Schwester war schon seit einiger Zeit ausgezogen. So trat mein Vater an mich heran und unterbreitete mir diese Nachricht. Das ich nicht mehr daheim wohnen könne, er würde mich schon unterstützen eine Mietwohnung zu zahlen. Bei mir ratterte es erst einmal im Kopf, alles was ich mir ausgemalt hatte zerbrach erst einmal. Natürlich hatte ich vor bald auszuziehen, doch erst, wenn ich die Schule beendet hätte. Nun ja, auf einen Schlag mehr oder weniger kam es mir dann ja auch nicht mehr an und so machte ich mich gezwungener Maßen auf Wohnungssuche. Da meine Eltern Kontakt zum Jugendleiter der Gemeinde hatten und dieser wiederum zu einer Wohnungsbaugesellschaft konnten sie mir eine sehr gute und günstige Dreizimmer Wohnung vermitteln.

So zog ich nun in meine erste eigene Wohnung, irgendwie war es schon ein tolles Gefühl. Endlich war ich selbständig. Doch mein Auto konnte ich natürlich nicht mehr halten und neben der Schule musste ich mir auch noch einen Job suchen. Zum Glück konnte mir eine Freundin eine gute Arbeitsstelle nicht weit von mir vermitteln. Die Schule erwies sich als überaus lernintensiv für mich, so war ich viel allein. Nur am Wochenende ging ich hin und wieder auf Partys und ließ mich mit Alkohol volllaufen. Ab und zu nahm ich auch noch Drogen, dann aber so viel das ich meistens nichts mehr vom ganzen Abend mitbekam. Der Druck wurde immer größer und ich bekam regelmäßige Blackouts, wenn ich ein paar Bier trank. Auch bekam ich fürchterliche Alpträume, manchmal so heftig das ich von meinen eigenen Hilferufen aufwachte. Meine Familie gingen inzwischen alle bis auf meinen mittleren Bruder wieder in die Gemeinde. Wie ich hinterher erfuhr beteten sie sehr viel für mich. Deshalb wahrscheinlich auch diese ganzen Angriffe, die ich erlebte. In der Gemeinde gab es Wochenenden die sie Begegnungswochenenden nannten. Meine Geschwister luden mich da auch immer wieder hinein, doch ich weigerte mich strikt da mitzugehen. In meinem Leben ging es stetig bergab. Nach außen hin ließ ich zwar nichts durch, doch innerlich litt ich Qualen.

Dann kam der nächste große Hammer, diesmal auf Seiten meiner Eltern. Bei meiner Mutter stellte man Krebs fest, der sofort Operiert werden musste. Meine Mutter wäre dabei fast gestorben und sie musste fast ein halbes Jahr im Krankenhaus verbringen.

Als mich meine Schwester wieder einmal fragte ob ich nicht mit auf eines dieser Encounter wollte sagte ich zu. Ich hatte zwar keine Lust und wollte auch absolut nicht hin, doch ich hatte einfach keinen Bock mehr noch länger von ihnen damit belästigt zu werden, also entschloss ich mich mitzufahren um danach nie wieder gefragt zu werden.

Der Tag am 6. Juni 2003 sollte allerdings mein gesamtes weiteres Leben beeinflussen, denn Gott selbst wollte mir begegnen. Was mich auf dem Encounter erwarten sollte wusste ich nicht genau, ich dachte es werde so ähnlich sein wie die Kinderfreizeiten die ich von früher noch kannte, was an diesem Wochenende geschah hätte ich mir nicht ausmalen können..

 

Ein neues Leben

Als ich auf dem Encounter ankam, erhielt ich den Bibelvers:

Bleib nicht bei der Vergangenheit stehen! Schau nach vorne, denn Ich will etwas Neues tun! Es hat schon begonnen, hast du es noch nicht gemerkt? Durch die Wüste will Ich einen Weg legen, Wasserströme in der Einöde. Jesaja 43 v. 18-19

AnnahmeDies berührte mich sehr, da ich in meiner Vergangenheit wirklich nicht viel Gutes erkennen konnte. Mich sprachen fast alle Themen dieses Wochenendes an. Da ich ja eigentlich schon lange auf der Suche nach der Wahrheit war und ich bisher nirgendwo Gott finden konnte, ist mein Herz schon auf diese Begegnung vorbereitet worden. Ich fühlt zum ersten Mal seit langen einen echten tiefen inneren Frieden in meinem Leben. Hinterher konnte ich nicht genau sagen was sich in mir verändert hatte, doch ich war nicht mehr derselbe.

Da ich nicht mit solch einer Begegnung gerechnet hatte, hatte ich ein paar Freunden zugesagt am Sonntagabend mit auf eine große Techno-Party zu gehen. So fuhr ich direkt nach dem Encounter zu ihnen um weiter auf die Party zu gehen. Als wir dort ankamen nahm ich auch gleich wieder Drogen ein um die Party richtig zu genießen. Doch als die Party im vollen Gang war, hatte sich etwas verändert. Ich sah die Leute plötzlich mit anderen Augen. Es kam mir alles seltsam komisch vor, wie die Menschen nach dem Takt der Musik Tanzten, wie sie lachten und miteinander redeten. Auch die Leute im Hintergrund waren irgendwie nicht echt. Die Party verlor für mich auf einmal den ganzen Reiz, ich konnte nicht wirklich Spaß haben, denn ich hatte auf diesem Wochenende erlebt was es heißt mit echtem Frieden erfüllt zu werden, was es heißt echte Freude zu haben und diese Party war nur ein schlechter Abklatsch von dem was Gott für uns hat. Danach fasste ich den Entschluss, die Partys hinter mir zu lassen und Jesus nachzufolgen. Ich hatte überall nach diesem echten Frieden und der echten Freude gesucht und auf dem Encounter bekam ich einen Vorgeschmack von dem was es heißt ein Nachfolger Jesu zu sein.

Gott führte mich mit großer Gnade in ein neues Leben hinein. Langsam aber mit großer Bestimmtheit ging ich Schritt um Schritt den Weg, der uns in der Bibel aufgezeigt wurde. Dank meiner Leiter und den vielen Gebeten wurde ich immer fester im Glauben. Gott hat angefangen sein Werk in meinem Leben zu tun und führt mich nun in meine wahre Berufung in diesem Leben hinein. Dazu stellt er alles wieder her, was in mir kaputtgegangen war. Jesus Christus ist mein Retter geworden, der mich aus der Dunkelheit an sein wunderbares Licht führt. Je näher ich ihm komme umso mehr erfüllt mich sein Friede. Dafür, dass ich gerettet werden konnte ist er für mich am Kreuz gestorben, hat sich auspeitschen lassen und vergoss sein Blut, damit ich Vergebung haben durfte. Ich bin ihm so dankbar, dass er das für mich getan hat. Ein Leben ohne ihn könnte ich mir nicht mehr vorstellen, denn das ist das wahre Leben.

Zurzeit (2005) bin ich 25 Jahre alt und habe die Technikerschule mit Gottes Hilfe gut abgeschlossen. Inzwischen habe ich sogar eine neue Arbeitsstelle und die Sicherheit, dass Gott mit mir ist, wohin ich auch gehe. Mein Leben liegt in seiner Hand und er macht wirklich das Beste daraus. Auf die noch kommenden Jahre bin ich schon sehr gespannt, denn eines ist sicher, wer seinen Weg mit Jesus Christus geht, der ist auf einer großen Abenteuerreise.

 

Das Christenleben

NachfolgeGott ist gut! Wenn wir anfangen Ihm nachzufolgen wird Er unser Leben total verändern. Seit ich angefangen habe Jesus nachzufolgen hat er erstaunlich in meinem Leben gewirkt. Gott hat mir eine sehr gute Arbeitsstelle geschenkt. In dieser Arbeitsstelle werde ich von meinen Chefs total unterstützt und gefördert. Noch nie habe ich es erlebt so gefördert zu werden. Es ist erstaunlich wie sehr der Segen Gottes in der Arbeit mit mir ist. Dies zeigt mir, dass man Gott wahrhaftig vertrauen kann, er hat immer das Beste für uns im Sinn. Obwohl ich mir anfangs nicht ganz sicher war ob die Arbeitsstelle die richtige ist, hat sie sich als ein großer Segen für mich erwiesen. Gott ist einfach gut. Angefangen habe ich in der Arbeit als ein einfacher Facharbeiter doch schon nach kurzer Zeit wurde ich als Techniker eingesetzt und wurde jetzt Anfang 2006 als Teamleiter befördert. Ich gebe Gott alle Ehre für diesen Werdegang denn es ist allein Seine Gnade die mich so weit gebracht hat.

Persönlich hat Gott ein tiefes Werk in mir 2005 getan. Emotional sind viele Dinge in mir aufgebrochen wo Gott in mir wirken konnte. Gott hat mir geholfen mich nicht nur von meinen Gefühlen abhängig zu machen, sondern mich nach seinem Wort zu richten und auf seine Zusagen zu vertrauen. Natürlich bedeutet ein Christenleben nicht das wir keine Probleme oder Schmerzen mehr erfahren werden. Das können wir auch im Leben vieler Männer Gottes in der Bibel sehen. Doch es bedeutet das wir im Leben nicht mehr alleine sind, das wir nicht mehr selber mit allem Kämpfen müssen, sondern Gott mit uns ist, das Er für uns kämpft. Jesus hat gesagt er ist in diese Welt gekommen um die Werke des Teufels zu zerstören. Genau das macht Er wenn wir Ihm nachfolgen, Er wird alle Werke des Teufels in uns zerstören. Alle falschen Haltungen und Bollwerke des Feindes wird Er in uns zerstören. So werden wir in eine immer größere Freiheit mit Jesus hineingenommen. Wir werden in diesem Prozess mehr und mehr in das Bild Jesu verwandelt. Wenn wir dem Hl. Geist erlauben in uns zu wirken, wird er unseren Charakter formen und aus uns einen echten Mann/Frau Gottes machen. Wir werden zu einem Menschen des Glaubens geformt, der fähig ist andere Menschen zu führen und zu leiten. In diesem Prozess befinde ich mich zurzeit. Es ist nicht immer leicht für mich gewesen, denn es bedeutet viele eigene Vorstellungen vom Leben loszulassen und viele alten Gewohnheiten aufzugeben. Doch wenn wir nicht nur auf den Moment schauen sondern auf das Ergebnis, stellen wir fest das es sich lohnt. Gott ist gut und daran kann niemand etwas ändern, denn dies ist die Wahrheit.

Es ist einfach wunderbar, wie Gott uns führt. In diesem Jahr 2006 habe ich mich vor einer neuen Herausforderung gestellt gesehen. Ich habe die Frau meines Herzens gefunden. Das ist etwas absolut kostbares und Wunderbares, doch irgendwie musste ich ihr dies ja auch noch mitteilen und das wiederum ist eine nicht so ganz einfache Sache für mich gewesen. Doch Gott sei Dank, dass Er alles in Seiner Hand hat und wir uns auf Ihn verlassen könne. Er ist Derjenige, der jede Ehe stiftet und für jeden von uns die richtige Frau hat. Er bereitet uns aufeinander vor, so dass wir zusammen ein effektives Team bilden. So danke ich Gott für Anja denn sie ist einfach eine wunderbare Frau und hatte viel Geduld mit mir. Mensch war ich erleichtert als ich mit ihr gesprochen hatte und sie in eine Beziehung mit mir einwilligte. Puh! Unglaublich aber wahr! Gott ist gut. Voll Erwartung sehe ich nun auf die uns vorliegende Zeit. Wer weiß wie mein Leben ohne Gott verlaufen wäre. Niemals möchte ich ein Leben ohne meinen Gott führen, denn er führt mich immer richtig und ich kann jederzeit zu Ihm kommen Er ist nie zu beschäftigt oder gelangweilt. Voll Aufmerksamkeit hört Er mir zu und interessiert sich für jeden Schritt in meinem Leben.

 Deshalb danke ich Gott von ganzem Herzen das er so Gnädig mit mir war. Er ist wirklich der gute Hirte, der dem einen verlorenen Schaf nachläuft und es zur Herde zurückbringt. Gott hat immer die bessere Strategie für unser Leben, wenn wir ihm vertrauen und unser Leben in seine Hand legen, wird er uns nicht fallen lassen. Er wird uns beschützen und auch Grenzen um uns ziehen, die der Feind niemals überwinden kann. Preis und Ehre sei ihm, dem Herrn aller Herren, meinem Freund, König, Hirten und Gott. Niemals mehr möchte ich von ihm gehen, er ist der, der mein Leben wirklich Lebenswert macht.

 

kraft des adlersPsalm 103 v. 1-5
Lobe den HERRN, meine Seele, und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen!
Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat!
Der dir alle deine Sünden vergibt und heilt alle deine Gebrechen;
der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit;
der dein Alter mit Gutem sättigt, daß du wieder jung wirst wie ein Adler.

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